Parodontologie

Parodontitis, umgangssprachlich auch Parodontose genannt, ist eine Volkskrankheit. Sie führt heute bei Erwachsenen häufiger zum Zahnverlust als die viel bekanntere Karies. Darüber hinaus besteht ein wissenschaftlich eindeutig nachgewiesener Zusammenhang zwischen Parodontose und diversen Allgemeinerkrankungen, wie z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall und Frühgeburten. Es geht in diesem Zusammenhang also nicht „nur" um Ihre Zähne, sondern darüber hinaus auch um die allgemeine Gesundheit.

Bei der Behandlung der Parodontitis kommt der Früherkennung eine ganz besondere Bedeutung zu, da die Symptome der Erkrankung für die Patienten zumeist selbst nicht spürbar sind. Über lange Zeit, meist Jahrzehnte bemerkt man als Betroffener lediglich Zahnfleischbluten. Beginnen die Zähne sich erst einmal zu lockern ist die Erkrankung oft schon so weit fortgeschritten, dass eine erfolgreiche Behandlung nur noch schwer möglich ist.

Die regelmäßige und sorgfältige Kontrolle des Zahnfleischs kann darum Abhilfe schaffen. In manchen Fällen ist es auch sinnvoll, einen speziellen, nicht schmerzhaften Bakterientest durchzuführen. Er liefert genauere Informationen über die verursachenden Bakterien. So kann im Vorfeld entschieden werden, ob ggf. zusätzlich gezielt Antibiotika eingesetzt werden sollten.

Wird die Parodontitis frühzeitig erkannt, ist die Therapie sehr einfach, und dieErkrankung kann mit sehr geringem Behandlungsaufwand gestoppt werden. Früher wurde diese Behandlung in vielen Fällen chirurgisch durchgeführt. Dies ist übrigens mit ein Grund, warum die Parodontosebehandlung oft als sehr unangenehm empfunden wurde. Heute werden 99% dieser Behandlungen ohne „Schnitt" durchgeführt. Der Eingriff ist daher vollkommen schmerzfrei und Beschwerden danach bilden die absolute Ausnahme.

Zahnverlust durch Parodontose ist heute durch gezielte Früherkennung und Vorsorgemaßnahmen in nahezu allen Fällen vermeidbar!